*Werbung * Mit meiner Rennsemmel auf der Bahn.

Mein Smart und die Autobahn, keine gute Idee.

Mein Navi sah das aber anders und eh ich mich versah, rollte ich von Hannover nach Hameln, dem vorläufigen Ende meiner geliebten Rennsemmel entgegen.

 

Es ist doch so, fährt ein Smart auf die Autobahn, fühlen sich alle weiteren Verkehrsteilnehmer dazu genötigt auf Teufel komm raus zu überholen. Dabei bin ich weiß Gott keine „gemütliche“ Fahrerin und habe immer genügend Tempo auf dem Tacho. Das spielt aber keine Rolle, ein Smart muss überholt werden, egal wie schnell er auch fährt. Und um Himmels Willen, bitte überholt bloß niemals ein anderes Auto mit einem Smart.

Wenn ihr dies tut, müsst ihr euch auf eine regelrechte Jagt einstellen denn wer will schon von nem Smart abgehängt werden. ;-))

 

Kurz vor Rehren, also gar nicht mehr so weit weg von meinem eigentlichen Ziel und ohne weitere Vorwarnung, verlor ich auf einmal schnell an Geschwindigkeit. Das ist auf der mittleren Spur einer Autobahn gar nicht so lustig. Da ich nicht gleich einordnen konnte was da passiert, stieg erstmal Panik in mir auf. Bin ich sonst doch immer ziemlich taff, so fühlte ich mich in dieser Situation ganz schön hilflos. Auf der Bahn von 130 h/km schnell und unerklärlich auf 50h/km zu fallen, ließ den Angstschweiß in mir aufsteigen. Also Warnblinker an und versuchen im Schneckentempo auf die rechte Spur zu kommen. Irgendwann glückte mir das nach einigen Hupattacken der anderen Verkehrsteilnehmer endlich. Einen Schönen Gruß an dieser Stelle an all die Bekloppten, die trotz meines Warnblinkers null Rücksicht genommen haben. Ihr doofen Penner!!

 

Die Ausfahrt in Rehren lag Gott sei Dank vor mir also rollte ich von der Bahn runter und versuchte mich auf dem dortigen Penny Parkplatz erst einmal zu beruhigen.Die restliche Fahrt nach Hause war nicht weniger stressig aber wesentlich entspannter als auf der Autobahn.


Zuhause angekommen, war schnell klar…    ...Motorschaden!

Mein Glück ist nun aber, dass ich sehr talentierte Kinder habe. Schon so viel erwachsener als mir lieb ist, sehr ehrgeizig und unglaublich wissbegierig. Einer meiner Großen hatte, so wie es der Zufall wollte, gerade zwei Wochen Urlaub. Wenn es darum geht irgendwo dran rum zu schrauben oder etwas in seine Einzelteile zu zerlegen, bin ich bei ihm genau an der richtigen Adresse. Schon als Kind hat er immer überall dran rumgeschraubt. Das hat mich nicht nur einiges an Nerven gekostet, so fielen ihm auch einige Laptops und Staubsauger zum Opfer. Ich kann gar nicht mehr sagen wie oft der FI-Schalter geflogen ist, weil mal wieder irgendwas hochging. Jetzt, Jahre später, kann ich gar nicht in Worte fassen, wie stolz ich bin, wenn ich sehe wie viel Wissen er sich nur durch lesen, rumprobieren und ausprobieren, selbst angeeignet hat. Ein „aufgeben“ gibt es in der Welt meiner Großen nicht, da wird solange am Problem gearbeitet bis es kein Problem mehr gibt.

Das bewundere ich sehr.

 

So schraubte er also ganze zwei Wochen, Tag und Nacht, in unserer viel zu kleinen Garage rum und überholte ganz alleine den Motor meines Smarts. Jetzt läuft meine Plastikschleuder besser als vorher und ich bin überglücklich und unbeschreiblich stolz! Danke Rene!

 

Kussi, Eure Dia

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