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Türkei - Summer & Sand and Kisses!

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Die Türkei hat unglaublich viel zu bieten, trotz einiger Tagesausflüge habe ich aber längst nicht alles davon sehen und erleben können. Ich habe bereits das zweite Mal meinen Urlaub in der Türkei verbracht und durfte in dieser viel zu kurzen Zeit, fantastische Menschen, sehr gutes Essen und geschichtsträchtige Bauten kennenlernen.

Aber leider sind meine 14-tägigen Pauschalurlaube viel zu schnell wieder vorbei und so fliege ich jedes Mal mit dem Gefühl nach Hause, viel zu wenig erlebt zu haben.

Dann kommt bei mir oftmals auch noch dazu, dass meine Reisen in den Süden durchaus auch davon geprägt sind, komatös und vollgefressen am Meer oder Pool rumzuliegen, um dort bis zum erbrechen in der Sonne zu brutzeln. Außer chillen, lesen, Smoothies trinken und jede Menge Essen in mich reinzustopfen, ist da einfach nicht drin. Das Einzige körperlich anstrengende an diesen Tagen ist das ständige Baucheinziehen. Das wirklich gute Essen, für das ich keinen Finger krumm machen muss, ist einfach zu verlockend als das ich auch nur eine Mahlzeit auslassen würde!

 

 

ABER… auf Dauer einfach nur rumliegen kann ich dann auch nicht, ich genieße es zwar in vollen Zügen, werde dann aber doch schnell kribbelig und muss raus in die wirkliche Welt dieses interessanten Landes.  Als Hobbykulturerforscherin hege ich großes Interesse an den geschichtsträchtigen Kulturen der Länder, die ich bereise. So natürlich auch hier in der Türkei.

Ehe ich es mich also versah, saß ich in einem rappelvollen Bus, die in der Türkei „Dolmuş“ genannt werden, was frei übersetzt „voll“ bedeutet und das wird wahrlich auch wörtlich genommen. Diese Busse gehören zum typischen Erscheinungsbild der Türkei und übernehmen einen großen Teil des öffentlichen Verkehrs. Der türkische Verkehr ist nicht annähernd mit dem in Deutschland zu vergleichen. Die Hupe ist dein bester Freund, von allen Seiten wird man überholt, jedes Schlagloch wird mitgenommen und was bitte sind rote Ampeln……?!!!!

 

So saß ich nun mit gefühlt 15768 weiteren schwitzenden und nach Luft japsenden Menschen in diesem Bus und schickte ein Stoßgebe mit der Bitte ich möge diesen Trip überleben, nach ganz oben. Überlebt habe ich, das hat ja schon Mal ganz fantastisch funktioniert, danke dafür an den Großen nach ganz oben!

 

Apollon -Tempel - Side

Eines der wohl beliebtesten Fotomotive ist der direkt am Meer, zwischen sehr alten Ruinen liegende Apollon-Tempel. Ich kann gut nachvollziehen, warum sich die Touristen an den Ruinen des Tempels tummeln. Es ist ein unglaublich atemberaubender Anblick und lässt mich nur erahnen, über welche Fertigkeiten die alten Römer in Sachen Baukunst verfügten. Fünf der ehemals 34 riesigen Säulen wurden von Prof. Dr. Jale Inan bei Restaurierungsarbeiten in den 1980er Jahren wiederaufgerichtet.  Der Apollon Tempel umfasste eine unglaubliche Fläche von 17 x 30 Metern. Kaum greifbar für mich, dass ich inmitten von einigen Ruinen stehe, von denen vermutlich einige aus dem siebten Jahrhundert vor Christus stammen. Dieses imposante Bauwerk, dessen Ruinen direkt an der Küste liegen, ist in der Altstadt von Side zu finden und gilt als Wahrzeichen der Stadt. Nach dem Bestaunen der Ruinen aus längst vergangener Zeit, kann man sich dem Trouble des Marktes hingeben um einige Souvenirs, Kleidung oder etwas zu Essen zu kaufen. Wirklich Ruhe, um das Ganze auf sich wirken zu lassen, findet man an den Klippen dieser Küste.

 

Lara Wasserfall

Die beiden Quellflüsse Kirkgözler und Pinarbasi entspringen aus dem Taurusgebirge und vereinigen sich in dem Düden-Fluss. Dieser fließt zum Teil unterirdisch bis zur Steilklippe Antalyas. Das mächtige Rauschen dieses 40 Meter in die Tiefe fallenden Wasserfalls war unglaublich, gleichzeitig war ich sehr dankbar über die leicht frische Brise, die durch das Wasser erzeugt wurde.

 

Der Lara-Wasserfall befindet sich im Stadtkern von Antalya und liegt unterhalb eines schönen Parkgeländes. Hier kann man sich auf einer der unzähligen Bänke ausruhen und die Aussicht genießen. Den besten Blick auf diesen fantastischen Wasserfall hat man aber vom Meer aus. Dazu wird man in einem kleinen Boot recht nah an den Wasserfall herangefahren, von wo aus man sich dieses gigantische Naturschauspiel von nahem anschauen kann. Entsprechende Bootstouren werden vor Ort angeboten.

 

Tunektepe Seilbahn

Diese Seilbahn hat mich ganz schön zum schwitzen gebracht und das lag nicht etwas an den 38C die vorherrschten. Ich bin nicht schwindelfrei, das machte die ungefähr 10-minütige, leicht wacklige Auffahrt auf den Tunektepe, einen 618 Meter hoher Berg im Westen von Antalya, nicht wirklich zu einem positiven Erlebnis für mich. Allerdings wurde ich durch die unglaublich schöne Aussicht auf dem Berg entschädigt. Die 36 Gondeln bieten Platz für jeweils acht Personen. Die Seilbahn hat eine Länge von 1706 Metern, bis zu 1200 Menschen können in einer Stunde befördert werden.

 

Wie schon erwähnt war die einzigartige Aussicht auf Antalya und die dortigen Pinienwälder einfach überwältigend. Die Kilometer weite Sicht wurde durch nichts getrübt und ließ mich einfach nur staunen. Mehrere Plattformen ermöglichen es einem ein unvergessliches Foto zu schießen oder diesen Anblick einfach nur zu genießen. Was ich mit einem respektvollen Abstand zum gut gesicherten Abhang auch getan habe.

Vor Ort gibt es ein Restaurant, das sich um die eigene Achse dreht, und mehrere kleine Buden, hier kann man günstig etwas essen und trinken, während man die Aussicht genießt. Die Abfahrt war mindestens genauso aufregend für mich, wenn auch bisschen weniger beängstigend. Vielleicht lag das auch daran, das wir nur noch zu dritt in der Gondel saßen, aber so konnte ich die Abfahrt ein wenig mehr genießen.

 

Mein Fazit

Die unglaubliche Geschichte, die Baukunst und die Schönheit dieses Landes, wird nur noch durch die enorme Gastfreundlichkeit der Einheimischen getoppt. Dies allerdings nur, solange man sich nicht in der Nähe eines Basars / Marktes oder eines Verkaufsstandes befindet. Wie ja bereits erwähnt, war ich schon 2016 in der Türkei. Auch hier wurden wir zum kaufen „animiert“ allerdings in viel abgeschwächter Form als dies jetzt der Fall war. Teilweise wurden wir regelrecht bedrängt, an den Armen gezogen und angefasst. Auf offener Straße laut angeschrien und das nur um unsere Aufmerksamkeit auf die Waren, die unbedingt verkauft werden sollten, zu lenken. Das war nicht nur sehr unangenehm, sondern führte letztendlich leider auch dazu, das wir nichts gekauft haben.

 

Mir ist bewusst, dass hier die Mentalitäten auseinander gehen, ich möchte aber nicht angefasst, angeschrien oder bedrängt werden. Das hat einfach nichts mehr mit unseren verschiedenen Mentalitäten zu tun, sondern war einfach nur purer Stress, der uns einen Großteil unserer Ausflüge um einiges erschwerte.

Teilweise wurden wir sogar von der Reiseleitung der verschiedenen Ausflüge in die Märkte gefahren, aus denen wir dann gar nicht mehr so schnell wieder rausgekommen sind, weil einfach die Türen geschlossen wurde. Wenn man bedenkt, das wir diese Ausflüge über die offizielle Reiseleitung im Hotel gebucht hatten und wieviel Geld wir teilweise für so einen Ausflug bezahlten, war das ein absolutes NO GO und ziemlich enttäuschend für uns. 

 

Wobei wir auch gleich beim Thema „Ausflüge buchen“ wären. Ich kann euch nur empfehlen eure Ausflüge entweder in Eigenregie zu planen oder aber in einem dieser kleinen "Reisebüros", die meist in Hotelnähe zu finden sind, zu buchen. Das hatten wir bei unseren letzten Aufenthalt in der Türkei getan und haben nicht nur wesentlich weniger bezahlt, sondern haben erschreckender Weise auch viel mehr erleben können, weil diese Ausflüge nicht vom Kaufzwang geprägt waren.

Ich für meinen Teil würde nie wieder einen Ausflug über die Reiseleitung im Hotel buchen. Einfach nur überteuert und auch die Informationen stimmen leider nicht immer, zumindest war das bei uns der Fall. Ich hatte im Vorfeld explizit nachgefragt, ob bei diesen Ausflügen ein Besuch bei diesen Schmuckhäuser eingeplant ist, das wurde verneint. Drei Mal dürft ihr raten, wo man uns bei unseren Ausflug dann doch hingebracht hat!

 

Aber natürlich gibt es auch in der Türkei reguläre Einkaufsmöglichkeiten und diese kann ich euch gerade im Moment nur wärmstens empfehlen. Erkennen könnt ihr diese Läden z.B.  daran, dass keine Verkäufer auf der Straße stehen und nach euch schreien oder an euch rumzerren. Die Verkäufer stehen wie auch hier in Deutschland im Laden und beraten dich wenn DU es möchtest. Auch sind diese Geschäfte ähnlich aufgebaut wie die in Deutschland. 

Darüber hinaus sind die Preise hier meistens in Lira ausgezeichnet. Für mich noch wichtiger, es handelt sich hier um Originalware. Da der Kurs z.Z bei 1: 6,4 liegt, konnten wir dann in Antalya shoppen wie die Könige.

 

Für eine echte Chanel Handtasche, habe ich zwar immer noch ein schönes Sümmchen bezahlen müssen, allerdings nicht mal annähernd so viel wie hier in Deutschland. Hier wäre es für mich undenkbar gewesen mir diese Tasche zu kaufen. Gerade auch kurz vor Antalya, entlang der Hauptstraße befinden sich viele riesige, uns sehr wohl gut bekannte Läden, die nur Originalwäre verkaufen. (Nike, Adidas usw.) Hier ist das Verkaufserlebnis auch nicht anders als in Deutschland, ihr zahlt dort aufgrund des Kurses einfach nur sehr viel weniger als hier in Deutschland.

 

Kennt Ihr den LECKER-LECKER - MANN?! ;-))
Kennt Ihr den LECKER-LECKER - MANN?! ;-))

Ob ich noch einmal in die Türkei fliegen würde kann ich nicht mit Sicherheit sagen, würde es nur um die atemberaubenden Bauten, die Küsten und die Einheimischen, die nichts mit dem Basarverkauf zu tun haben, gehen, dann definitiv JA. Aber das viele drumherum hat uns dieses Jahr den Urlaub ganz schön erschwert und uns zudem enorm gestresst. Wenn ich in meinem Urlaub etwas nicht will, dann ist das STRESS!

Kussi, eure Dia

 

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